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Sport
Österreichische T-Mobile Bundesliga 2010 / 2011
Runde 19: 17.12.2011 - 18.12.2011
Winter-Pause
Runde 20: 11.2.2012
Tabelle und Spielstände
SV Ried 1:1 SK Sturm Graz
Sturm verschenkt ersten Auswärtssieg
In Ried muss der Meister in der 94. Minute den Ausgleich zum 1:1 hinnehmen.
Sturms Ex-Präsident Hans Rinner macht immer wieder Bekanntschaft mit seinen ehemaligen Arbeitskollegen. Im Mai überreichte der jetzige Bundesliga-Präsident den Grazern den Meisterteller, am Samstag gratulierte der Steirer Ried-Kapitän Thomas Gebauer zum Herbstmeistertitel.
Daneben standen? Richtig, Sturm-Spieler, die im Herbst in der Liga zu Statisten degradiert wurden. Am Samstag übenahmen sie lange die Hauptrolle, führten lange 1:0 und mussten in der 94 Minute den Ausgleich hinnehmen.
Die Rollenverteilung: Ried war für die Spielgestaltung zuständig, Sturm verlegte sich auf das Konterspiel. Auch, weil die Steirer sogar elf Männer vorgeben mussten, nach dem sich Weber krank gemeldet hatte. Die erste große Chance hatte aber ein Ex-Rieder, der für Sturm spielt. Burgstaller köpfelte, Schreiner klärte auf der Linie.
Auch auf der anderen Seite ging es rund: Ein Tor von Carril wurde zurecht aberkannt, weil der Spanier Sturm-Goalie Cavlina niedersprang. Die Innviertler dominierten die Partie – in Führung ging Sturm. Patrick Wolf bezwang Gebauer nach einer Haas-Vorlage (37. Minute). Die Grazer standen sehr tief und waren aus Konter stets gefährlich. Positiv: Die Not-Verteidigung mit Aushilfskraft Pürcher blieb bis dahin fast fehlerlos.
Dafür hätte er kurz nach Wiederbeginn per Kopf fast ein Eigentor bewerkstelligt. Ein Tor von Casanova wurde zurecht wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Rotpuller hatte nach 67 Minuten die große Ausgleichschance, er scheiterte an Cavlina.
Alarm
Nach einem Foul von Burgstaller an Rotpuller gab es wieder Elferalarm, dafür vergab im Gegenzug Aushilfskapitän Haas eine gute Chance. Sturm präsentierte sich gut in der Raumaufteilung, im Spiel nach vorne mischten sich immer mehr Fehlpässe. Die Rieder versuchten es mit Flanken (27 waren es – das ist Saisonrekord in der Liga), aber ohne Erfolg. Den hatten sie erst in der Nachspielzeit – bei einem Carril-Freistoß war Cavlina chancenlos. Die Grazer bleiben damit in dieser Saison noch ohne Auswärtssieg.
In Graz soll nun für die nächsten zwei Wochen Ruhe einkehren. Bei Hertha wurde er zuletzt ins Spiel gebracht, dort soll aber auch Michael Skibbe als Nachfolger für Markus Babbel im Gespräch sein. Foda möchte vorerst seine Ruhe haben. "Jetzt wird erst einmal Weihnachten gefeiert."
17.12.2011
SK Rapid Wien 2:1 FCT Admira
Rapid überwintert auf Platz eins
Wie schon in Runde eins übernehmen die Wiener nach einem Heimsieg gegen die Admira die Tabellenführung.
Die Chance auf den Herbstmeistertitel wurde gegen Wacker vor einer Woche noch vergeben, die Möglichkeit auf den Winterkönig ließ Rapid nach dem Unentschieden von Ried aber nicht mehr verstreichen. Nach dem mühsam erkämpften 2:1 gegen die Admira überwintert Rapid auf Platz eins.
Die Hütteldorfer starteten wie erwartet mit Atdhe Nuhiu als Ersatz für die gesperrte Solospitze Guido Burgstaller im 4-2-3-1-System. Unerwartet war, dass die Flügel Christopher Trimmel und Christopher Drazan gleich zu Beginn ihre Plätze tauschten. Der Wechsel brachte beim ersten Angriff den ersten Treffer. Trimmel flankte von links mit rechts auf Nuhiu, der Tormann Patrick Tischler bezwang. Daniel Drescher, der bis zu seinem verletzungsbedingten Austausch als Innenverteidiger überfordert war, hatte das Abseits aufgehoben.
Nach elf Minuten war der Ärger von Admira-Trainer Dietmar Kühbauer auf das Schiedsrichterteam erstmals nicht mehr zu übersehen. Nach einem Zweikampf zwischen Mario Sonnleitner und Philipp Hosiner hatte Robert Schörgenhofer nicht auf Elfmeter entschieden.
Noch in der ersten halben Stunde hätte Rapid das flotte Spiel vor den Augen von Teamchef Marcel Koller entscheiden können. Schnell über die Außenbahnen oder geradlinig durch die Mitte, die guten Torchancen häuften sich, doch Trimmel (15.), Nuhiu (23.) und Drazan (25.) scheiterten.
Schnauzbärtig
Die Gäste hielten dagegen. Um vor den Feiertagen noch einmal den Teamgeist zu zelebrieren, hatten sie sich Schnauzbärte stehen lassen. "Wir sind jetzt sicher die schiachste Mannschaft", sagte Kühbauer. Auch auf der Oberlippe des Trainers war ein dunkler Schatten zu erkennen. Die Spiellaune wurde durch diese modische Unzulänglichkeit nicht gebremst. Den Ausgleich für den Aufsteiger verhinderten bei einem Jezek-Schuss Königshofer (29.) und bei einer abgerissenen Plassnegger-Flanke die Latte (43.).
In der zweiten Halbzeit fiel das 1:1: Nach einem gut getreten Eckball von Jezek sah die Rapid-Defensive Drescher-Ersatz Andreas Schrott beim Kopfball zu. Die Admira behielt das Tempo bei und Rapid den Schockzustand. Als Hosiner alleine vor Königshofer auftauchte, waren die Gäste der Führung nah (60.).
Das 2:1 gelang aber doch den Hütteldorfern. Joker Deni Alar nutzte einen Patzer von Schrott und zog davon. Mit einem platzierten Schlenzer ins lange Eck entschied der Neuzugang die Partie (78.). In der Rapid-Viertelstunde übernahm der Winter das Kommando. Im Schneetreiben bejubelte Rapid Platz eins.
17.12.2011
Kapfenberger SV 0:1 Wacker Innsbruck
Innsbruck siegt in Kapfenberg
Auch unter Coach Thomas von Heesen tun sich die Steirer mit dem Toreschießen mehr als schwer.
Das Schlusslicht kann sich schon mit einigen unschönen Spitznamen herumplagen. Kapfenzwerg werden die Obersteirer genannt.
Seit zwei Wochen ist der Deutsche Thomas von Heesen Trainer, ein Tor hat sein Team in zwei Spielen noch nicht geschossen. Die beste Chance für die Kapfenberger vergab zu Beginn Elsneg, der bereits Innsbruck-Goalie Safar bezwungen hatte, dann aber das leere Tor knapp verfehlte. Im Gegenzug vergab Burgic die Chance zur Führung. Vor der Pause scheiterte Pavlov bei seinem Comeback an Safar.
Weil der Boden des Fekete-Stadions nicht im besten Zustand war, war es das Spiel auch nicht. Kurz nach der Pause prüfte der Spanier Merino, der beste Mann auf dem Platz, Kapfenberg-Goalie Wolf. Dann der Höhepunkt: Nach einem Einwurf von Abraham landete der Ball bei Perstaller, der überlegt zur Führung einschoss. Am Ende wurde der Kapfenberger Tieber nach einem Zweikampf zu Unrecht ausgeschlossen. Elsneg vergab noch eine Topchance.
Die Steirer bleiben seit dem 24. September (1:0 gegen Mattersburg) ohne Sieg.
17.12.2011
SV Mattersburg 0:1 SC Wr. Neustadt
Wr. Neustadts Weihnachtsmann Simkovic
Die Niederösterreicher schlagen Mattersburg, sind aber wegen der Verletzung von Friesenbichler nicht in Feierlaune.
Die Zuschauer im Pappelstadion erlebten eine schöne Bescherung. Nach Schlusspfiff warfen die Mattersburger Spieler Packerl in die schüttere Menge auf der Tribüne. Denn sportlich gab es kein Geschenk an den Anhang. Im Gegenteil. Simkovic verdarb mit seinem Tor in der 87. Minuten den Mattersburgern die Freude.
Aber auch den Niederösterreichern war nicht großartig zum Feiern zumute. Kurz vor Schlusspfiff war Günter Friesenbichler im eigenen Strafraum mit einem anderen Spieler zusammen gestoßen. Der Stürmer musste mit einer schweren Verletzung an der Augenhöhle und am Jochbein ins Krankenhaus gebracht werden.
Betroffen
"So etwas ist bitter. Es gibt noch mehr als drei Punkte", meinte Wr. Neustadts besorgter Trainer Peter Stöger. Siegtorschütze Tomas Simkovic diktierte in die Mikrofone: "Ich weiß nicht, ob der Sieg verdient war. Aber wir haben das Glück erzwungen." Erst danach erzählten ihm seine Mitspieler geschockt vom zugeschwollenen Gesicht von Friesenbichler.
Die Mattersburger verschenkten einen Punkt fahrlässig, waren für drei Punkte zu lässig vor dem Tor. So köpfelte Naumoski aus fünf Metern daneben (7.). „So was passiert mir nicht oft“, sagt er danach. Und ein wunderschönes Tor von Bürger gab Schiedsrichter Grobelnik wegen absichtlichen Handspiels nicht (33.).
Die Mattersburger machten auch in Hälfte zwei mehr fürs Spiel. "Aber wir waren nicht nachdrücklich genug", sagte Trainer Franz Lederer. "Ein einziger Torschuss von Wr. Neustadt in der zweiten Hälfte hat uns wieder dorthin gebracht, wo wir geglaubt haben, dass wir nicht mehr hingehören."
17.12.2011
RB Salzburg 3:0 FK Austria Wien
Salzburg prolongiert Austrias Krise
Der Titelfavorit überwintert nach dem 3:0-Heimsieg gegen die Wiener als Dritter.
Die Bundesliga-Teams sind längst gläsern. Den Statistikern entgeht nichts.
Etwa, dass in der ersten Saisonhälfte die Austria das Team stellte, ...
... gegen das die anderen den wenigsten Aufwand betreiben mussten: Jede achte Chance landete im Tor der Wiener;
... das öfters ausgekontert wurde als jedes andere (38-mal);
.... das die meisten Tore von gegnerischen Stürmern kassierte (15).
Spricht alles nicht für die Austria, aber auch nicht für den Gegner am Sonntag. Titelfavorit Salzburg hat die erste Saisonhälfte zwei Plätze hinter dem Dritten abgeschlossen, obwohl die Austria nur einen Sieg in acht Spielen gefeiert hatte.
Diese Auffälligkeiten schienen die Salzburger nicht wirklich interessiert zu haben. Sie wollten gar nicht von den Schwächen der Wiener profitieren, sondern sich auf die eigenen Stärken stützen. Also wurde munter draufloskombiniert. Fast hätte dies nach 45 Sekunden zum Erfolg geführt: Einen Jantscher-Schuss konnte Austria-Keeper Lindner mit einer Glanzparade parieren.
Es war ein munterer Auftakt für eine muntere Bundesliga-Partie. Die Austria versteckte sich nicht, sondern spielte eine Hälfte mit. Aber über die eigene Schwäche wusste man Bescheid: Um nicht in Konter zu laufen, wurde das Spielfeld extrem lang gemacht. Salzburg tat sich schwer, obwohl bei den Wienern die Verlegenheits-Innenverteidiger Wallner/Mally spielen mussten.
Die besten Chancen hatte noch Jantscher. Nach einem Lindner-Fehler traf er nicht das Tor (28.). Dann scheiterte er mit einen Kopfball (34.). Die Austria kam durch Liendl (29.) und Jun (39.) einem Tor nahe.
Kurz vor der Pause wurde die Austria-Statistik doch noch bestätigt. Austria bekam ein Stürmer-Tor: Maierhofer traf per Kopf (43.).
Die Bundesliga-Teams sind längst gläsern. Den Statistikern entgeht nichts.
Etwa, dass in der ersten Saisonhälfte die Austria das Team stellte, ...
... gegen das die anderen den wenigsten Aufwand betreiben mussten: Jede achte Chance landete im Tor der Wiener;
... das öfters ausgekontert wurde als jedes andere (38-mal);
.... das die meisten Tore von gegnerischen Stürmern kassierte (15).
Spricht alles nicht für die Austria, aber auch nicht für den Gegner am Sonntag. Titelfavorit Salzburg hat die erste Saisonhälfte zwei Plätze hinter dem Dritten abgeschlossen, obwohl die Austria nur einen Sieg in acht Spielen gefeiert hatte.
Diese Auffälligkeiten schienen die Salzburger nicht wirklich interessiert zu haben. Sie wollten gar nicht von den Schwächen der Wiener profitieren, sondern sich auf die eigenen Stärken stützen. Also wurde munter draufloskombiniert. Fast hätte dies nach 45 Sekunden zum Erfolg geführt: Einen Jantscher-Schuss konnte Austria-Keeper Lindner mit einer Glanzparade parieren.
Es war ein munterer Auftakt für eine muntere Bundesliga-Partie. Die Austria versteckte sich nicht, sondern spielte eine Hälfte mit. Aber über die eigene Schwäche wusste man Bescheid: Um nicht in Konter zu laufen, wurde das Spielfeld extrem lang gemacht. Salzburg tat sich schwer, obwohl bei den Wienern die Verlegenheits-Innenverteidiger Wallner/Mally spielen mussten.
Die besten Chancen hatte noch Jantscher. Nach einem Lindner-Fehler traf er nicht das Tor (28.). Dann scheiterte er mit einen Kopfball (34.). Die Austria kam durch Liendl (29.) und Jun (39.) einem Tor nahe.
Kurz vor der Pause wurde die Austria-Statistik doch noch bestätigt. Austria bekam ein Stürmer-Tor: Maierhofer traf per Kopf (43.).
18.12.2011
/ Rapid Wien / Austria Wien / SC Wiener Neustadt / Sturm Graz / RB Salzburg / Admira / FC Wacker Innsbruck / Ried / Kapfenberg SV / Mattersburg /